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Vortrag zum Thema "Kids online - Gefahren im Internet"

   

 

Am Donnerstag, den 20. November 2008 fand an der Realschule Wolfach (Festhalle) eine Informationsveranstaltung mit Gerhard Gebert (Polizeihauptmeister) zum Thema "Kids online - Gefahren im Internet" für die Eltern statt. Bereits zu Beginn wurde den Teilnehmenden klar, vor welchen zentralen Herausforderungen Eltern in Bezug auf die Nutzung des Internets durch ihre Kinder stehen. Auf die Frage, ob sie selbst einen PC bzw. einen Internetanschluss besitzen, antworteten fast alle mit "ja". Gefragt nach den Kenntnissen des Internets, fällt die Reaktion sehr zurückhaltend aus. Es gilt also sich mit den Vorzügen, aber auch mit den Gefahren dieses Mediums vertraut zu machen.

In seinem Vortrag beschäftigte sich Gebert zunächst mit Historischem. So spielten militärische Aspekte bei der Erstnutzung des Internets eine zentrale Rolle. Heute jedoch entzieht sich das Netz noch immer einer effizienten globalen Kontrolle, was sich an den vielen gewaltverherrlichenden Bildern und Spielen zeigt. Ähnliches gilt für pornografische Bilder und Darstellungen im Netz. Eine Möglichkeit, die Kinder davor zumindest einigermaßen zu schützen, besteht im Verwenden geeigneter Suchfilter. Sehr problematisch wird es jedoch, wenn es Jugendlichen trotzdem gelingt, z.B. pornografische oder gewaltverherrlichende Bilder herunterzuladen und arglos zu verschicken. Dies kommt einer strafbaren Handlung gleich. Anknüpfend an Hinweise zu möglichen strafrechtlich relevanten Vergehen warnte Gebert vor illegalen Downloads z.B. im Musikbereich, die bereits beim ersten Versuch gravierende zivilrechtliche Folgen nach sich zögen.

Ein weiteres Problem beinhaltet die Angabe personenbezogener Daten im Internet. Viele Jugendliche, so Gebert, gäben sämtliche personenbezogene Daten z.B. beim Anmelden im "ICQ" an, um beispielsweise bei ihrem Geburtstag ein Glückwunschtelegramm zu bekommen. Niemand wisse jedoch, welche weiteren Personen noch auf die Daten Zugriff hätten oder was mit diesen geschehe. Im schlimmsten Fall kann von einer scheinbar harmlosen Verabredung einer Schülerin mit einem unbekannten und auf den ersten Blick sympathischen Jungen eine große Gefahr ausgehen, denn manche Personen fälschten bewusst Alter und Bild, so der Polizeihauptmeister weiter.

Im letzten Teil seines Vortrages streifte Gebert die Problematik gewaltverherrlichender Computerspiele. Diese könnten bei Kindern zu Realitätsverlust und zu zunehmender Aggression führen, was er an einem drastischen Filmbeispiel den Teilnehmern vor Augen führte. Eltern sollten in diesem Zusammenhang unbedingt das Gespräch mit ihren Kindern suchen und sich über die vorhandenen Computerspiele ihres Kindes einen Überblick verschaffen.

Im Anschluss an den äußerst informativen Vortrag bedankte sich Schulleiter Franz Kasper bei Gerhard Gebert und bei den Eltern für ihre rege Teilnahme.